Lernen_Abenteuer

Lernen

Lenny und Cara sahen sich an. “Spaß!” sagte Cara. Wenn etwas Spaß machte, wollten sie von ganz alleine so viel lernen wie möglich.

“Sehr wichtig!” Lisa nickte. Sie deutete auf Lenny, der gerade Alfi über den Kopf strich. “Und auch das ist wichtig: der Hund muss Anerkennung und Zuwendung bekommen.”

Lenny mit Alfi

Malo schnaubte verächtlich. Er kniff die Augen zusammen und fixierte Lenny mit bösem Blick. “M u s t e r schüler“, murmelte er.

“Schlagen ist nicht gut”, sagte Herr Krause und betrachtete seine Dogge Apollon. “Er soll verstehen, dass es Regeln gibt!”

“Ein Hund kann natürlich nicht so viel verstehen wie ein Mensch”, sagte Lisa. “Aber wenn er Vertrauen hat zu seiner Führungsperson, fühlt er sich sicher und macht es einem alles nach.”

“Fips soll mich lieb haben.” Frau Pipenbrink rückte ein bisschen beleidigt ihren Hut zurecht.

“Genau deshalb müssen wir nur selten mit Leckerli arbeiten”, erklärte Lisa. “Auf geht’s zu den Übungen!” Jeder Hund bekam von Lisa einen ‘Halti’. Das war ein Kopfhalter zusätzlich zum Halsband. Damit sollte man seinen Hund nah bei sich führen. Dann ging es auf den Platz. Jeder hatte einen eigenen Bereich abseits von den anderen.

Alfi sprang aufgeregt an ihnen hoch. Lenny merkte, wie sein Herz klopfte. Sein Mund war ganz trocken. Cara stöhnte und zog Jacke und Pullover aus. Dabei war es gar nicht warm.
Als erstes mussten sie mit ihm eine gerade Linie entlang laufen. Das war gar nicht so einfach, wie es aussah. Alfi verstand seine Aufgabe nicht, und diesen komischen Halti wollte er am liebsten abschütteln. Lenny und Cara wechselten sich ab, Halti-Leine in der linken, Halsbandleine in der rechten Hand, gingen hin und her mit ihm auf der Linie. Cara redete ununterbrochen auf Alfi ein.

Plötzlich stand Lisa neben ihnen. “Das klappt ja schon sehr gut”, sagte sie zu ihrer Überraschung. Ach ja, sie hatten vor lauter Anstrengung ganz vergessen, Alfi zu loben, wenn er es gut machte!