Schwerkraft - Marmelade

Schwerkraft

Dazu hatten sie überhaupt keine Lust! So langsam wie möglich trotteten sie hinter Anna her zum Auto.

Schwerkraft - Schokolade

“Habt ihr vielleicht Hunger?”, fragte seine Mutter, holte eine Tafel Schokolade aus der Tasche und brach eine Reihe ab. “Oh, nein!” Mit einem Taschentuch rieb Anna über einen Schokokrümel, der auf ihrem Rock gelandet war. Die Schokolade verschmierte.

Weil sie nervöser war als sonst, wusste Lenny, dass sie zum Kundentyp Nummer 2 unterwegs waren. Seine Mutter vermietete Ferienwohnungen, für die es zwei Sorten von Kunden gab.  Kunde Typ 1waren die Touristen, die eine Wohnung für ihren Urlaub in Berlin suchten. Kunde Typ 2 waren Leute, denen die Wohnungen gehörten, die vermietet werden sollten. In dem Fall waren sie es, die die Termine bestimmten, und Anna richtete sich danach.

Dieser Kunde war neu, erklärte seine Mutter auf der Fahrt. Sie kannte weder ihn noch seine Wohnung. Nach kurzer Fahrt und langer Parkplatzsuche fanden sie ein großes Mietshaus. Anna klingelte.

Im ersten Stock ging eine Tür auf, und ein Mann mit hellen Locken im Alter seiner Mutter lachte sie an. “Hallo, ich heiße Marcus!” Er reichte ihnen nacheinander die Hand.

“Hallo, Anna Bening”, stellte seine Mutter sich vor. “Und das ist mein Sohn Lennard und seine beste Freundin Cara. Die beiden wollten unbedingt mitkommen.”
Er und Cara schwiegen höflich zu dieser nicht ganz wahrheitsgemäßen Erklärung.