Schwerkraft - Marmelade

Schwerkraft

Im Flur der Wohnung mussten sie über einen Staubsauger, einen aufgerollten Teppich, eine prall gefüllte Sporttasche und einen weit geöffneten Seesack steigen. Der Sack wurde offenbar gefüllt, indem Marcus Shirts und Socken aus einiger Entfernung hineinwarf. Er traf allerdings nicht immer.

Marcus zeigte Anna die Zimmer. Anna folgte ihm und hielt dabei ihre Tasche ganz komisch, so dass sie vor dem Schokofleck auf dem Rock baumelte. Lenny war müde.
Schwerkraft - Lennys Mutter

“Ich werde für drei Monate in der Schweiz arbeiten!” Marcus grinste. “Beim CERN!” Er schaute erwartungsvoll zu Anna und dann zu Lenny und Cara. Niemand reagierte.

“Das ist ein Forschungszentrum”, schob er nach. “Ich bin Physiker.”

“Toll”, sagte seine Mutter. Ihre Stimme klang wackelig. Physik war nicht ihre Stärke. “Und was …?”

Er schien sich zu freuen. “Ich helfe mit, die Higgs-Teilchen zu finden. Das sind die kleinsten Teilchen der Welt. Sie halten alles zusammen. Aber wir wissen eigentlich nicht, ob es sie wirklich gibt.” Bei dem letzten Satz sah er ein bisschen unglücklich aus.

“Aber wenn sie alles zusammenhalten, muss es sie ja geben”, tröstete Cara ihn.

Lenny grinste bei der Vorstellung kleiner HICKS-Teilchen. Er sah sie genau vor sich. Jedes mit einem Kopf riesig wie ein Kürbis und direkt daran statt Beinen zwei Sprungfedern. Damit hüpften sie – boing, boing, boing – durch die Welt und ihre dünnen Ärmchen wedelten durch die Luft.