x-ray

X-Ray

“Hmm…”, sagte Katrin. Sie sah unzufrieden aus. Eine Weile sagte sie gar nichts. Dann gab sie dem Skelett sein Bein wieder und schob es beiseite.

Warum war Cara nicht bei ihm?

Katrin setzte sich neben ihn auf die Liege und tätschelte den Greifarm wie einen Pferdehals. “Hier kommen unsichtbare Strahlen raus. Röntgenstrahlen! Auf der anderen Seite fangen wir sie wieder auf.” Sie zeigte auf die Pritsche und meinte den Teil der Apparatur darunter. “Die Strahlen flitzen durch deinen Fuß. Aber wenn wir etwas Hartes dazwischen halten – nämlich deine Knochen – gehen die Strahlen nicht durch. Das Foto sieht hinterher aus, als hättest du schwarzes Licht fotografiert. Alles ist schwarz – nur da wo Knochen sind, bleibt es weiß.”

Nur weiße Knochen? Sah er dann auf dem Foto aus wie das Skelett? Konnte er das vielleicht erstmal ausprobieren? Er beugte sich vor und hielt eine Hand unter das Röntgending.

Roentgen Fuss

“Ah … nein, nein …uff …”, machte Katrin. “Das darf man nicht zum Spaß machen! Röntgenstrahlen sind gefährlich! Wenn sie durch deinen Fuß sausen, können sie auch schon mal etwas kaputt machen. Dein Fuß ist robust, und ein einziges Mal röntgen macht ihm nichts aus, aber ums Becken hast du zum Schutz die Bleischürze.”

Er schaute an sich hinunter. Auf seinem Schoß lag ein graues Teil, das aussah wie Plastik, aber viel schwerer war.

“Und ich muss aus dem Raum gehen”, sagte Katrin, “damit ich nicht den ganzen Tag die Strahlen abbekomme.” Sie griff nach seinem Fuß.

Er wollte protestieren.

“Willst du wieder Fußball spielen?”